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Schmerztherapie und Gua Sha

Zwei Behandlungsmethoden, die wir in unserer Praxis anwenden

Schmerz ist eine der grundlegendsten Erfahrungen des Menschen – und er ist lebensnotwendig. Als eine Art „körpereigene Alarmanlage“ melden spezialisierte Rezeptoren (Nozizeptoren) drohende Schäden und fordern uns zu einer Verhaltensänderung auf, etwa wenn wir die Hand von einer heißen Herdplatte zurückziehen.

Schmerz entsteht jedoch nicht nur durch akute Verletzungen, sondern oft auch durch schädliche Alltagsgewohnheiten, die unsere Körperstrukturen dauerhaft belasten. In unserer Praxis behandeln wir daher nicht nur das Symptom, sondern suchen gezielt nach den Ursprüngen Ihrer Beschwerden.

Gua Sha: Traditionelle Ausleitung und Regeneration

Gua Sha ist eine bewährte Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Der Begriff setzt sich aus Gua (Schaben) und Sha (Hautreaktion) zusammen.

  • Das Prinzip: Stress, Fehlbelastungen und Umwelteinflüsse können das Bindegewebe verdichten und die Durchblutung hemmen. Dies führt oft zu einer Übersäuerung der Muskulatur und Entzündungen. Gua Sha hilft dabei, diese „blockierenden Faktoren“ über die Hautoberfläche abzuleiten.
  • Die Anwendung: Die Haut wird zunächst eingeölt, bevor mit abgerundeten Hilfsmitteln (meist aus Kuhhorn) sanft, aber bestimmt entlang der Muskeln oder Meridiane geschabt wird.
  • Die Wirkung: Die intensive Durchblutung regt den Stoffwechsel an, versorgt das Gewebe mit Sauerstoff und löst hartnäckige Verspannungen. Dabei entstehen gewollte Rötungen, die einem Hämatom ähneln können und nach wenigen Tagen abklingen. Diese Reaktion ist das Zeichen dafür, dass die Selbstheilungskräfte aktiviert und Giftstoffe ausgeleitet werden.

Häufige Anwendungsbereiche: Rücken, Nacken, Schultern sowie Arme und Beine bei akuten oder chronischen Beschwerden.

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Dieses ganzheitliche Konzept nach Roland Liebscher-Bracht und Dr. Petra Bracht zielt darauf ab, über 90 % der gängigen Schmerzzustände ohne Medikamente oder Operationen zu behandeln.

Die Ursache: Einseitige Bewegungsmuster – wie langes Sitzen – führen dazu, dass wir unsere Gelenkwinkel nicht voll ausnutzen. Die Muskulatur und die Faszien (Bindegewebe) verkürzen und geraten aus dem Gleichgewicht. Die Folge ist eine enorme Spannungszunahme, die vom Gehirn als Schmerz signalisiert wird.

Die Drei-Säulen-Therapie:

  • Osteopressur: Durch gezielten Druck auf spezifische Knochenpunkte erhält das Gehirn einen „Reset-Befehl“, um die muskuläre Spannung und den Schmerz sofort herunterzuregulieren.
  • Faszien-Rollmassage: Unterstützt die Geschmeidigkeit des Gewebes.
  • Engpassdehnungen: Spezielle Übungen sorgen dafür, dass die gewonnene Schmerzfreiheit dauerhaft im Alltag erhalten bleibt.

Ihr Weg zur Besserung: Nach einer ausführlichen Anamnese identifizieren wir Ihre individuellen Schmerzpunkte und erstellen einen passgenauen Übungsplan, damit Sie wieder in die schmerzfreie Bewegung finden.